Ausblick Ausblick

Zur Wiederherstellung eines Mindestmaßes an ökologischer Vielfalt in der Agrarlandschaft empfiehlt der NABU:

  • Restrukturierung der Agrarlandschaft durch Raine, Hecken und Flurgehölze
  • Erhöhung der Kulturartenvielfalt
  • Anlage von Dauerbrache- und Schwarzbrachestreifen im Zuge der Flächenstilllegung nach Gesichtspunkten des Tierartenschutzes
  • Förderung der (überwinternden) Stoppelbrache und Belassen von Ernteresten
  • Anlage von Ackerrandstreifen mit reduzierter Agrochemie, reduzierter Saatdichte und hohem Anteil an Ackerwildkräutern
  • Reaktivierung von Quellbächen, Feuchtwiesen und Kleingewässern sowie Anlage von Gewässerrandstreifen
  • Extensive Grünlandnutzung mit möglichst kleinteiliger Gliederung der Mahdflächen und Mähzeitpunkte (zum Beispiel Staffelmahd über mehrere Wochen) und Belassen von jährlich wechselnden Säumen und Brachestreifen
  • Analoge extensive, kleinteilige Weidenutzung mit dauerhaft beziehungsweise zeitweilig ausgekoppelten Teilbereichen
  • Abstimmung der Mahd- und Beweidungstermine mit den Lebenszyklen der wertgebenden Arten.

Nicht alle diese Maßnahmen wären für den Feldhamster nötig, aber grundsätzlich gilt für ihn wie für alle anderen Arten der Agrarlandschaft: Ein dauerhaftes Überleben kann nur gesichert werden, wenn sich die heutige Form der intensiven Landbewirtschaftung in den Ackerbauregionen ändert. Die Verbesserung der sogenannten "guten landwirtschaftlichen Praxis" ist dazu ebenso wichtig wie die Entwicklung von weiteren geeigneten Agrarumweltprogrammen, die auch die Landwirte in landwirtschaftlich intensiv genutzten Regionen wie etwa der Magdeburger Börde für den Schutz der Feldhamster begeistern können.

Mehr zur Biodiversität:
„Gutachten zur Situation im Agrarraum Sachsens.“

Fünfzig Prozent aller Pflanzen- und Tierarten in Sachsen sind gefährdet – eine alarmierende Entwicklung. Dabei ist die Situation solcher Arten, die im Offenland leben, besonders kritisch. Zu ihnen gehören neben dem Feldhamster auch Feldhase, Rebhuhn und viele andere.
Fünfzig Prozent aller Pflanzen- und Tierarten in Sachsen sind gefährdet – eine alarmierende Entwicklung. Dabei ist die Situation solcher Arten, die im Offenland leben, besonders kritisch. Zu ihnen gehören neben dem Feldhamster auch Feldhase, Rebhuhn und viele andere.
Foto: Ina Ebert

_
Das könnte Sie auch interessieren:

Bauvorhaben bedroht Hessens letzte Feldhamster-Vorkommen

Petition zum Schutz von bedrohten Tierarten in Deutschland

Das bedeutendste Vorkommen des Feldhamsters in Hessen befindet sich zwischen Hanau-Mittelbuchen, Frankfurt- Bergen und Maintal. Die fortschreitende Flächenbeanspruchung in diesem Raum scheint nun das Schicksal dieser Kernpopulation zu besiegeln. ...mehr

Eine unterhaltsame Tiergeschichte mit humorvollen Gedichten, durchgängig farbig illustriert mit z. T. preisgekrönten Fotos und historischen Vignetten. ...mehr

Aktion #LivingLand - Dein JA für eine bessere Landwirtschaft!

Bis zum 2. Mai 2017 bei der Online-Befragung mitmachen

Bestimmen Sie JETZT die Zukunft der Agrarpolitik mit! Bis zum 2. Mai sind wir alle dazu aufgerufen, bei einer Online-Befragung der EU-Kommission mitzumachen. Dies ist eine einzigartige Chance für uns, den Ausverkauf der Natur zu stoppen! Immense Fördergelder fließen Jahr für Jahr in die industrielle Landwirtschaft, die den Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten vernichtet und unsere eigene Lebensgrundlage gefährdet. Wir müssen die hierfür verantwortliche EU-Agrarpolitik dringend ändern. ...mehr

NABU Sachsen | Impressum & Datenschutz | Verwendete Literatur



©(2018) NABU-Landesverband Sachsen

StartseiteAktuellesDas Projekt
Vertragsnaturschutz
Kooperationspartner
Andere Projekte

Situation in Sachsen
Verbreitung
Kartierung
Rückblick
Ursachen | Rückgang
Wirtschaftliche Nutzung
Ausblick

Art und Lebensraum
Der Hamsterbau

Schutz
Maßnahmen
Umsiedlung

Presse | Historie
Aus der Presse

LiteraturSpendenKontakte